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Ja, sie lebt noch!

Und eigentlich geht ihr es auch recht gut. Nur mit dem Kopf ist es ein bisschen komisch. Sie will noch so viel machen und hat nur noch so wenig Zeit. Sie war jetzt ganz oft auf dem Dorf wegen einem Anti-AIDS-Projekt. Sie hat dort viel getanzt und fand alles ganz toll und sinnvoll. Gleichzeitig sass sie aber an irgendwelchen doofen Motivationsschreiben und Lebensläufen für dauergestresste Universitätsmenschen in Yovoland. Und jetzt will sie reisen. In die Wüste nach Timbuktu. Jaja, unsere idyllische Partnerstadt da oben.
Und das alleine. Muss ja auch mal sein. Ein kleiner, fast einmonatiger Vorgeschmack auf das Wegsein. Das wird hart. Härter, als sie vorher gedacht hatte. Aber wer kann sowas schon planen?!
Aber sie kommt sowieso wieder. Irgendwann.
Und auf der anderen Seite gibt es da ja auch einen guten Haufen Menschen in Yovoland, die sie unglaublich gerne wiedersehen möchte. Und drum'n'base-Partys...und vegetarische Döner mit Schafskäse.

Die Erde ist eine Kugel. Und sie rollt, rollt und rollt...
28.6.07 21:58


Auch mal was zum G8...

Der hat es nämlich sogar bis in die togoischen Nachrichten geschafft.

Ich lasse den Bericht unkommentiert, zitiere aber gerne die Wortwahl von Richard: "Ach, bei euch schlägt man auch?!"
5.6.07 18:01


.

Ich habe gerade verdammt viel Lust auf Rhababerkompott mit Vanillesosse.

Und keine Angst, demnaechst gibt es wiedermal so einen richtig ausfürlichen Bericht von mir.
25.5.07 19:43


Man braucht nicht viel davon um glücklich zu sein...

Ich wollte ja eigentlich schon seit so langer Zeit mal über ihn schreiben.Konkret seit vier Monaten, aber eigentlich auch schon viel eher. Nun sitze ich also hier und kann weder mein E-mailpostfach um mich über Uni-NC-Werte zu informieren, noch das gute, alte Wikipedia öffnen, um etwas über die Geschichte Afghanistans zu lesen. Es bietet sich also an über ihn zu schreiben.

Er:
Seine Mutti stammt aus einer Normadenfamilie, ist seit jeher Hebamme. Und lange hielt sie es mit ihrem Ehemann nicht aus. Sie ging nach Burkina Faso, liess das Kind da. Papa lebte schon immer polygam und wie das nun einmal so ist, mochten die anderen Ehefrauen des Papa das kleine Kind nicht so sehr. Das prägte ihn...und solche Sachen formen irgendwann auch Gesellschaftsansichten.
Die Familie ist katholisch...und er fand es immer ganz schrecklich als kleiner Junge im Beichtstuhl zu sitzen, dem Pfarrer seine Geheimnisse, kleine Sünden, wie sie einE jedeR begeht aufzuzählen.
In der Schule mochte er vor allem die Fâcher Geschichte und Geographie. Das studierte er dann schliesslich auch...und verdiente sich nebenbei ein bisschen Geld mit dem Verkauf von Cannabis. Er arbeitete dann für ein Aufforstungsprojekt der Europäischen Union - sein Chef ein fundamentaler Ex-Greenpeaceaktivist.
Irgendwann entschied er sich dann doch endgültig für die Kunst: Musik, Batiken, Plastiken, Malerei...irgendwie alles und nichts, doch es gibt seinen Leben einen schönen Sinn. Es lässt nicht viel Raum für grosse Pläne, aber dafür für umso mehr Spontanität...und natürlich auch Träume.
In Frankreich war er mal Skifahren und fand das ganz seltsam. Das ist ja auch ungefähr so, als würde man sich hier in Afrika zusätzlich zur Hitze noch heisses Wasser über den Kopf schütten.
Er raucht viel zu viel und ist mindestens so verpeilt wie ich.
Und eigentlich kann man sich nie auf ihn verlassen...und am Ende ist er doch immer für dich da.
Pseudochaot.

Hm, aber ich mag ihn.
21.5.07 17:10


Benin, Benin, wir fahren nach Benin!

Wir hatten es nun also endlich geschafft: Man war im schönen Nachbarland Benin, für immerhin zwei Tage.
Kleines Fazit: Im Gegensatz zu Ghana ähnelt Benin Togo ziemlich sehr. Coutonou ist wie Lomé, nur gibt es dort nochmal viel mehr Krach, Motorräder und Verschmutzung.
Dort habe ich mich aber sowieso nicht lange aufgehalten.
Die meiste Zeit habe ich am Strand, 4 km entfernt von Coutonou, im Hotel einer Deutschen verbracht. Mein Begleiter war ja schliesslich auch nicht zum Spass mitgekommen, sondern um mit der guten Dame einen Vertrag auszuhandeln.
Dort war es echt total schön. Am zweiten Tag habe ich dann mit der Deutschen und einer Französin über afrikanische Männer diskutiert. Das war nun sehr interessant, denn beide Frauen leben seit etwa 30 Jahren in Afrika und sind etwa ebenso lang mit einem einheimischen Mann verheiratet.

Achja, und noch was ganz Tolles gab es da: So richtig echte Butter! Ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen, wie toll so etwas schmeckt, nachdem man neun Monate nur seltsam schmeckende Salzmagarine kannte...
20.5.07 14:02


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