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Konfusitäten

Zwei Anfügungen.

- Die Hororvorstellung "Hitzeschock in in Ougadougou" erübrigte sich vorerst: Wasser ergoss sich in Strömen vom Himmel. Ein Hoch auf die Regenzeit!

- Gibt es für die französischen bisous (Küsschen) eigentlich eine bestimmte Anordnung...Reihenfolge? Zwei-, drei-, viermal? Und mit welcher Backe beginnt man...rechts, oder links? I was confused...
7.8.07 16:16


Kartoffelbrei

Meinen Ouaga-Aufenthalt hatte ich mir im Vorfeld wirklich ziemlich anders vorgestellt. Angefangen mit der ermüdenden Suche nach einer relativ günstigen übernachtungsmöglichkeit, dann zumindest ansatzweise die Stadt erkunden, vielleicht ein Kinobesuch und letztendlich die Weitereise gen Westen. Aber was nicht sein sollte, sollte nicht sein: Am Busbahnhof von Ouaga angekommen, wurden ich und meine Busbekanntschaft im grossen Familien-Van von Frau und Kind abgeholt und nach Hause gefahren.
Mein erster Stadteindruck auf dieser Fahrt? Ich beschreibe ihn mit den Worten "Ordnung, Ruhe und Sauberkeit". Natürlich spreche ich hier nicht von einer deutschen Kleinstadt, bzw. von dem, was Leute darunter verstehen, die nie den afrikanischen Kontinent bereist haben - aber inzwischen kenne ich die Atmosphäre von Lomé, Accra und Coutonou. Dort ist es nicht so. Die Hauptstrassen sind breit und gut ausgebaut, es existieren viele Kreisverkehre und Ampeln. Und das Einzigartige an diesen Dingen ist: Die Leute halten sich auch daran. :-)
Die Strassen werden von Motorrädern, Fahrrädern und Autos befahren. Es gibt nicht viele Taxis (erst recht keine Moto-Taxis) und mit Helm fährt trotzdem niemand.
Man kann relativ leicht einen zentralen Stadtkern ausmachen, der von von der Existenz zahlreicher Regierungs-, Verwaltungs- und Botschaftsgebäuden geprägt ist.
Auch das Haus der Familie befand sich in relativ zentraler Innenstadtlage. Schon im Auto wurde mir so langsam klar, dass der Kulturschock, den ich für meine Deutschlandrückkehr eingeplant hatte, sich wohl teilweise schon vorverlegen würde. Ich meine, das Haus war nun bei Weitem keine protzige Villa (also nicht das, was ich bei meinem mehr oder weniger unfreiwilligen Besuch einer Togo-Prâsidentenbruder-Geburtstagsparty bewundern durfte), war aber mit gewisen Dingen ausgestattet, die ich seit napp einem Jahr nicht mehr gesehen habe; Dazu zählten u.a. eine Waschmaschine, zwei fette Kühl-/Gefrierschränke und eine Dusche samt dazugehörigem Schlauch und Kopf. Es gab dann ganz viel Tolles zu essen (Kartoffelbrei, richtige Butter, Milch, französisches Baguette...) und ich dUrfte in das Zimmer der Tochter einziehen.
Am Abend wurden dann Freunde der Familie besucht. übrigens auch so eine Burkina-Frankreich-Konstellation: Er - Arzt. Sie - Architektin. Der Zustand hres Hauses war nun von "Villa" nicht mehr weit entfernt, es gab wieder viel zu Essen...und alle mochten Sarkorzy. Ich war da dann lieber still, denn mein Togoaufenthalt hat sich nun wirklich nicht gerade positiv auf meinen weltpolitischen Wissensstand ausgewirkt.. Ich hätte natürlich auch die Argumente meiner kleinen Gastschwester Brigitte anbringen können, die nach dem Fernsehduell zwischen Nicolas und Ségolène meinte: "Natürlich bin ich für die Frau. Er ist ja schliesslich ein Mann...und ausserdem redet er zuviel."
Und irgendwie war dann irgendwann auch das Verhältnis konsumierten Alkohols nicht mehr so ganz gerecht: Die französische Gesellschaft begnügte sich mit einem Glas Wein - und ich wurde zu fast drei grossen Flaschen Bier genötigt. --> Ich sei ja schliesslich Deutsche. Naja, in jener Nacht schlief ich jedenfalls so gut, wie schon lange nicht mehr...
18.7.07 18:50


Ja, sie lebt noch!

Und eigentlich geht ihr es auch recht gut. Nur mit dem Kopf ist es ein bisschen komisch. Sie will noch so viel machen und hat nur noch so wenig Zeit. Sie war jetzt ganz oft auf dem Dorf wegen einem Anti-AIDS-Projekt. Sie hat dort viel getanzt und fand alles ganz toll und sinnvoll. Gleichzeitig sass sie aber an irgendwelchen doofen Motivationsschreiben und Lebensläufen für dauergestresste Universitätsmenschen in Yovoland. Und jetzt will sie reisen. In die Wüste nach Timbuktu. Jaja, unsere idyllische Partnerstadt da oben.
Und das alleine. Muss ja auch mal sein. Ein kleiner, fast einmonatiger Vorgeschmack auf das Wegsein. Das wird hart. Härter, als sie vorher gedacht hatte. Aber wer kann sowas schon planen?!
Aber sie kommt sowieso wieder. Irgendwann.
Und auf der anderen Seite gibt es da ja auch einen guten Haufen Menschen in Yovoland, die sie unglaublich gerne wiedersehen möchte. Und drum'n'base-Partys...und vegetarische Döner mit Schafskäse.

Die Erde ist eine Kugel. Und sie rollt, rollt und rollt...
28.6.07 21:58


Auch mal was zum G8...

Der hat es nämlich sogar bis in die togoischen Nachrichten geschafft.

Ich lasse den Bericht unkommentiert, zitiere aber gerne die Wortwahl von Richard: "Ach, bei euch schlägt man auch?!"
5.6.07 18:01


Der erste Mai.

Auch hier wird er gefeiert. Zumindest gehen die Menschen an diesem Tag nicht arbeiten.
Ich bin heute frueh mit dem Gedanken an letztes Jahr aufgewacht. Wo ich mit Reike und Laura nach freiberg zum Mutaborkonzert hin und zurueckgeradelt bin...immer auf der Hut vor faschistisch denkenden Hexenfeuerbesuchern innerhalb der Dorflandschaft zwischen Chemnitz und Freiberg.
Am naechsten Tag dann Gewerkschaftsgelaber auf dem Neumarkt...und immer auf der Jagd nach Bonbons und Brausepulver...und so Sachen...
Und dann musste ich an dem Tag auch noch fuer mein Matheabi lernen. Da man sich ja grundsaetzlich nur an die schoenen Dinge im Leben erinnern sollte, hoere ich jetzt auf zu berichten.
Ausserdem laeuft meine Zeit im Internetcafé auch aus.

Also bis zum naechsten Mal...
1.5.07 12:08


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